Ein Masernausbruch in Texas und New Mexico hat in den letzten drei Wochen zu mindestens 58 bestätigten Fällen in West-Texas geführt, was den stärksten Anstieg der Fälle in diesem Bundesstaat seit fast drei Jahrzehnten darstellt. Gesundheitsbeamte berichten, dass die Mehrheit der Betroffenen Kinder sind, wobei 33 Fälle bei Kindern im Alter von 5 bis 17 Jahren und 15 Fälle bei Kindern unter 4 Jahren auftreten. Dreizehn Patienten mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Das Gesundheitsministerium von New Mexico hat ebenfalls acht Fälle bestätigt, obwohl kein direkter Kontakt zwischen diesen Infektionen und dem Ausbruch in Texas festgestellt wurde.

Die Centers for Disease Control and Prevention ( CDC ) haben außerdem Masernfälle in Alaska, Georgia, New York City und Rhode Island gemeldet, was die Sorge vor einer weiteren Übertragung aufkommen lässt. Masern, eine hoch ansteckende Viruserkrankung, wird durch Tröpfchen übertragen, die freigesetzt werden, wenn eine infizierte Person hustet, niest oder spricht. Laut CDC bleibt das Virus bis zu zwei Stunden in der Luft lebensfähig, nachdem eine infizierte Person ein Gebiet verlassen hat.
Besonders gefährdet sind ungeimpfte Personen, denn neun von zehn exponierten Personen werden sich voraussichtlich mit dem Virus infizieren. Weltweite Gesundheitsexperten betonen, dass Masern eine der höchsten Übertragungsraten unter allen Infektionskrankheiten aufweisen. Die Symptome treten typischerweise 7 bis 14 Tage nach der Ansteckung auf und beginnen mit Fieber, Husten, laufender Nase und roten Augen. Es folgt ein verräterischer roter Ausschlag, der sich vom Kopf nach unten ausbreitet und etwa eine Woche anhält.
Komplikationen können schwerwiegend sein, insbesondere bei Kleinkindern, schwangeren Frauen und immungeschwächten Personen. Dazu gehören Ohrenentzündungen, Lungenentzündung und Enzephalitis, eine lebensbedrohliche Gehirnentzündung. Es gibt keine spezifische Behandlung für Masern; die Patienten müssen das Virus 10 bis 14 Tage lang auskurieren lassen. Eine postexpositionelle Prophylaxe, entweder eine Masernimpfung innerhalb von 72 Stunden nach der Exposition oder eine Immunglobulinbehandlung innerhalb von sechs Tagen, kann jedoch die Symptome lindern oder eine schwere Erkrankung verhindern.
Gesundheitsbehörden betonen immer wieder, dass Impfungen die wirksamste Form der Vorbeugung bleiben. Der Masernimpfstoff, erhältlich als Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) oder Masern-Mumps-Röteln-Varizellen-Impfung (MMRV), ist zu 97 % wirksam, wenn er in zwei Dosen verabreicht wird. Die CDC empfiehlt, dass Kinder ihre erste Dosis im Alter von 12 bis 15 Monaten und eine zweite zwischen 4 und 6 Jahren erhalten. Experten warnen, dass sinkende Impfraten zur Wiederaufflammung des Virus in Gebieten mit niedriger Immunisierung beigetragen haben.
Da die Infektionszahlen in West-Texas weiter steigen, fordern die örtlichen Gesundheitsbehörden die Bevölkerung auf, sich impfen zu lassen. Das Gesundheitsamt des Brazos County bietet der Bevölkerung unter anderem MMR-Impfungen an, um den Ausbruch einzudämmen. Epidemiologen betonen, dass eine weitverbreitete Immunisierung entscheidend ist, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und weitere Krankenhausaufenthalte zu verhindern. – Von MENA Newswire News Desk.
